Die magischen Zahlenkarten
Hier findest du die Erklärung für den Trick Die magischen Zahlenkarten.
Du hast „Die magischen Zahlenkarten“ erhalten, weil du einen Workshop von uns erlebt oder eine Zaubershow besucht hast. Nimm also den DIN A4 Bogen mit den magischen Zahlenkarten zur Hand und los geht’s…

Vorbereitung
Trenne alle Zahlenkarten entlang der perforierten Linien aus dem Bogen heraus. Die achte Karte mit dem QR-Code kannst du aufheben um später nochmal auf diese Seite zu finden. Für den Trick benötigst du nur die 7 magischen Zahlenkarten.
Vorführung
Mische die Karten oder lass deinen Zuschauer mischen. Nun erkläre deinem Zuschauer, dass auf den 7 Karten die Zahlen von 1 bis 100 aufgedruckt sind, pro Karte in unterschiedlicher Zusammensetzung. Bitte deinen Zuschauer nun an eine beliebige Zahl zwischen 1 und 100 zu denken. Er soll sie keinesfalls nennen, nur daran denken. Vielleicht ist es seine persönliche Glückszahl oder einfach nur eine beliebig ausgedachte Zahl. Nun zeigst du deinem Zuschauer nacheinander die 7 Zahlenkarten einzeln vor. Immer, wenn er seine frei gedachte Zahl auf einer Karte entdeckt, soll er freudestrahlend sagen „Ja, ich sehe meine Zahl“. Wenn er sie hingegen auf einer Karte nicht sieht, soll er traurig verneinen. Nachdem du alle 7 Karten vorgezeigt hast, kannst du aus den emotionalen Reaktionen deines Zuschauers schließen, an welche Zahl er gedacht hat.
Geheimnis
Das Trickgeheinmnis der magischen Zahlenkarten beruht auf einem mathematischen Prinzip, das aber sehr gut verschleiert wird. Vor allen Dingen durch deine Präsentation. Schau dir die 7 Karten an. Die Zahl, die auf jeder Karte in der linken, oberen Ecke steht, ist dein Wegweiser um die vom Zuschauer gedachte Zahl zu ermitteln.
Es handelt sich um die Zahlen 1, 2, 4, 8, 16, 32 und 64, also sog. Zweierpotenzen. Die übrigen Zahlen sind auf den 7 Karten so aufgedruckt, dass eine Addition der Indikatorzahlen links oben die gedachte Zahl ergibt.
Beispiel: Die gedachte Zahl lautet 53. Schau dir nun die 7 Karten an und addiere jeweils die Zahl links oben von derjenigen Karte, auf der die 53 aufgedruckt ist.
Ist die Zahl 53 auf…
Karte 1: Ja
Karte 2: Nein
Karte 4: Ja
Karte 8: Nein
Karte 16: Ja
Karte 32: Ja
Karte 64: Nein
Du rechnest also 1 + 4 + 16 + 32 = 53
Probier es aus und gerne auch mit unterschiedlichen Zahlen. Immer wenn die gedachte Zahl auf einer Karte zu sehen ist und du die Zahl links oben auf der Karte addierst (die Zweierpotenz), dann erhältst du als Ergebnis die gedachte Zahl.
Das mathematische Prinzip des sogenannten binären Zahlensystems nimmt dir alle Arbeit ab. Du musst lediglich auf die Karte schauen, bei der dein Zuschauer zustimmend „Ja, ich sehe meine Zahl“ sagt, dir die Zahl links oben merken und mit allen weiteren Zahlen links oben addieren, bei denen dein Zuschauer ebenfalls zustimmt.
Das Prinzip wird durch deine Präsentation verschleiert, denn du bittest deinen Zuschauer emotional positiv zu reagieren, wenn er seine Zahl sieht. Und emotional negativ, wenn er sie nicht sieht. Das ist besser als würde er nur „Ja“ oder „Nein“ sagen. Ein kleine präsentatorische Finesse, die aber wichtig ist.
Varianten
Wenn du möchtest, kannst du die 7 Zahlenkarten auch in einer festen Reihenfolge gemäß der Zahlen links oben anordnen. Entweder aufsteigend (1, 2, 4, 8, 16, 32, 64) oder absteigend (64, 32, 16, 8, 4, 2, 1). Wenn du die Karten dann zu Beginn nicht mischt, kannst du sie deinem Zuschauer einzeln vorzeigen, ohne das du selbst auf die Karten schaust. Du addierst dennoch die Indikatorzahlen heimlich im Kopf und kommst so zur nur gedachten Zahl deines Zuschauers.
Auch wenn dieser Trick einem mathematischen Prinzip folgt, so ist es doch bei Weitem nicht jedem bekannt und zusätzlich noch durch deine Präsentation verschleiert.
Präsentation ist in der Zauberkunst alles! Werde daher kreativ und lass dir gerne auch andere Präsentationsideen einfallen. Je mehr du von der Tatsache ablenkst, dass der Zuschauer einfach nur bestätigt oder verneint, dass er seine Zahl sieht, desto besser.
Und nun wünschen wir dir viel Spaß beim Üben und vorführen dieses verblüffenden, kleinen Kunststücks.
Albin & Ingo